Alles Wichtige auf einem Blick

Unser Pflegekonzept

Unser Pflegekonzept beschreibt das pflegerische Angebot und den Handlungsrahmen für alle Mitarbeiter/innen, die am Pflegeprozess beteiligt sind.

Ziele

  • Für jede/n Bewohner/in liegt eine aktuelle Maßnahmenplanung nach dem Pflegestrukturmodell vor.
  • Die Pflegemaßnahmen und die darin immanenten Ziele orientieren sich an den in der strukturierten Informationssammlung erfassten, individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Bwohner/innen.
  • Die Planungen sind auf dem neusten Stand.
  • Durch Einhaltung der Pflegestandards sind pflegerische Risiken minimiert.

Die La Vida Pflegepartner arbeitet in all ihren Einrichtungen nach dem Bezugspflegesystem. Das bedeutet, dass eine Pflegefachkraft Bezugsperson für eine bestimmte Anzahl von Bewohner/innen ist. In Absprache mit der verantwortlichen Pflegefachkraft koordiniert diese/r Mitarbeiter/in die Pflege basierend auf der strukturierten Informationssammlung und der daraus entstandenen Maßnahmenplanung. Gleichzeitig ist sie für die korrekte Führung des Dokumentationssystems verantwortlich. So möchten wir dem/r Bewohner/in die Möglichkeit geben, Vertrauen in die Beziehung zur Pflegekraft zu entwickeln.

Wir planen und arbeiten nach dem Pflegestrukturmodell

Es besteht aus 4 Elementen:

  1. der strukturierten Informationssammlung (SIS) als Einstieg in den Pflegeprozess
  2. der individuellen Maßnahmenplanung
  3. dem Berichteblatt mit der Fokussierung auf Abweichungen von den geplanten Maßnahmen aus der SIS
  4. Festlegen der Evaluationsdaten aus der SIS, der Maßnahmenplanung und dem Berichteblatt

Die Pflegefachkräfte der La Vida Pflegepartner erfassen in einem persönlichen Gespräch mit dem/der Bewohner/in ihre Wünsche, Gewohnheiten, so wie den Unterstützungsbedarf in der Eigenwahrnehmung des/der Bewohner/in. Um ein umfassendes Bild zu bekommen, werden auch die Informationen von Angehörigen oder Betreuern aufgenommen. Die Erfassung des persönlichen Unterstützungsbedarfs erfolgt im Original-Wortlaut.

Es werden Pflegebedarfe, Ressourcen, Wünsche und Probleme in folgenden sechs Bereichen erfasst

  1. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  2. Mobilität und Beweglichkeit
  3. Krankheitsbezogene Anforderungen und Belastungen
  4. Selbstversorgung
  5. Leben in sozialen Beziehungen

Es findet eine Verknüpfung der pflegefachlichen Sicht und der Eigenwahrnehmung der pflege- und hilfebedürftigen Person statt zur Verständigung über die Situation und Versorgung. Es erfolgt eine pflegefachliche Einschätzung zu den individuellen pflegeempfindlichen Risiken aus den Erkenntnissen der Situationseinschätzung in den Themenfeldern. Diese Einschätzung wird in der Risikomatrix abgebildet.

Die Maßnahmenplanung berücksichtigt:

  • die individuellen Wünsche und Bedürfnisse des/r Kunden/-innen
  • Einschätzung zu Ressourcen und pflegerelevanten Handlungsbedarfen
  • Verständigung mit der pflegebedürftigen Person
  • die fachliche Einschätzung in der Risikomatrix
  • die Information von Angehörigen und Betreuern
  • regelmäßig wiederkehrende Maßnahmen der Grundpflege, Betreuung, Hauswirtschaft

Maßnahmen des Risikomanagements oder zeitlich befristete Beobachtungen

  • zusätzliche Betreuungsleistungen
  • Maßnahmen der Behandlungspflege Hinweise zur Pflegeorganisation
  • Vereinbarte, individuelle Unterstützung für definierte Situationen

Der Abschluss der SIS erfolgt in der Regel in der ersten Woche nach dem Einzug/der Aufnahme. Bei der Nutzung des Berichteblatts liegt das Hauptaugenmerk auf den Abweichungen von der Maßnahmenplanung. Es muss von allen an der Pflege und Therapie Beteiligten genutzt werden zur Dokumentation:

  • von Abweichungen in den geplanten wiederkehrenden Maßnahmen aus Grundpflege / Hauswirtschaft und Betreuung
  • gezielten, geplanten und zeitlich befristeten Beobachtungen aufgrund der Risikomatrix
  • tagesaktuellen Ereignissen und gegebenenfalls Reaktionen
  • schnellen Erfassung von Veränderungsprozessen.

Für alle „Immer – so- Routinen“ der Grundpflege, Hauswirtschaft und Betreuung liegen Verfahrensanleitungen vor für alle in der Pflege / Hauswirtschaft/ Betreuung tätigen Mitarbeiter/innen. Die Verfahrensanleitungen sind bekannt und implementiert. Abschließend erfolgt eine Evaluation in individuellen Zeitabständen, um die Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen zu überprüfen und ggf. zu ändern.

Pflegestandards

Zur routinierten Bewältigung risikobehafteter Situationen und Vorgänge liegen Pflegestandards vor. Die nationalen Expertenstandards liegen in der Einrichtung vor und werden in der Anwendung geschult.